Der Anfang
Es war ein ganz normaler Miri-Marlene-Abend, als uns die Idee kam: "Warum machen wir nicht einfach einen Podcast über Feminismus, wenn wir uns doch eh schon die ganze Zeit darüber unterhalten?" Mikro anstecken und einfach drauf loslabern. Klingt eigentlich ganz einfach, oder? Dein Ernst?!
Recht schnell mussten wir leider feststellen, dass die ganze Podcast-Idee doch nicht so einfach umsetzbar war, wie gedacht. Aber wir säßen ja jetzt nicht hier, wenn wir die Flinte ins Korn geworfen und schon aufgegeben hätten, bevor es überhaupt losgegangen ist. Die ersten Gespräche drehten sich also vor allem um die Frage: Worüber sollen wir eigentlich reden? Es gibt schon so viele Podcasts da draußen. Was macht uns besonders? Was haben wir zu sagen, das die Welt noch nicht gehört hat?
Die Idee: Ein Podcast, der die Dinge beim Namen nennt – ohne Blabla, aber mit Humor. Authentisch, ehrlich und manchmal auch ein bisschen unbequem. Alltagsgeschichten, die jede Frau so oder so ähnlich schonmal gehört oder selbst erlebt hat.
Die ersten Aufnahmen
Unsere ersten Aufnahmen waren... sagen wir mal: "lehrreich". Wir hatten keine Ahnung von Mikrofonen, Schnittprogrammen oder Akustik. Beim allerersten mal haben wir in Miris Schlafzimmer eine Höhle aus Sesseln und ihrer Bettdecke gebaut und darunter mit dem Laptop die Folge aufgenommen. Das Ergebnis? Man konnte jeden Atemzug, jedes Schlucken, Schmatzen und sogar den Staubsauger vom Nachbarn hören. Dein Ernst?!
Aber wir haben nicht aufgegeben. Stattdessen haben wir uns reingekniet: YouTube-Tutorials geschaut, Equipment getestet, stundenlang geschnitten. Dann ist das System abgestürzt und die Datei war natürlich nicht gespeichert. Also alles wieder von vorne. Wieder schneiden, wieder pegeln, diesmal zwischenspeichern. Und langsam wurde es besser.
Der beste Moment war, als wir unsere erste annehmbare Aufnahme gehört haben. Und irgendwann haben wir uns dann auch von unserem Perfektionismus verabschiedet und beschlossen: Better done than perfect.
Der Name
"Dein Ernst?!" war eigentlich ein Scherz. Wir haben bei unseren Gesprächen gemerkt, dass wir diesen Satz ständig sagen oder uns bei Instareels denken – wenn etwas überraschend ist, unglaublich, absurd oder einfach zu lustig, um wahr zu sein.
Der Name wurde zum Konzept: Ein Podcast, der die Momente einfängt, in denen man sich fragt: "Dein Ernst?!" – egal ob über gesellschaftliche Themen, persönliche Geschichten oder den alltäglichen Wahnsinn im Patriarchat.
Das Logo
Unser Pop-Art-Logo mit den beiden Figuren? Das sind quasi wir – oder zumindest unsere Comic-Versionen. Die überraschten Gesichter, die Speech Bubble, die knalligen Farben – das passt einfach perfekt zu dem, was wir machen wollen: aufmerksam machen, überraschen, zum Nachdenken anregen. Und dabei uns auch immer wieder selber überraschen, indem wir immer wieder über uns selbst hinauswachsen.
Unser Logo – Pop-Art-Style, genau wie wir es lieben!
Die erste Episode
Als wir die erste Episode veröffentlicht haben, waren wir nervös und Marlene wirklich sehr überrascht. Da sind wohl die Pferde ein bisschen mit mir durchgegangen. Bzw. dachte ich mir, es wäre klar, dass jetzt die erste Folge veröffentlicht wird. Naja, für Marlene noch nicht so ganz. Trotzdem war die Frage, die uns dann beide natürlich brennend interessiert hat: Was, wenn es niemanden interessiert? Was, wenn die Leute den Podcast blöd finden? Was, wenn...
Aber dann kamen die ersten Reaktionen. Menschen haben geschrieben, dass sie sich in den Themen wiedergefunden haben. Dass sie gelacht haben. Dass sie nachgedacht haben. Und das war der Moment, in dem uns bewusst wurde: Das hier ist der Anfang von etwas Besonderem.
Was wir gelernt haben
Die wichtigste Lektion? Einfach anfangen! Nicht auf den perfekten Moment warten, nicht auf das beste Equipment, nicht auf die perfekte Idee. Einfach machen. Aus Fehlern lernen. Besser werden. Dranbleiben. Konzepte sind dazu da, auch mal über den Haufen geworfen zu werden und genauso wie sich Technik mit der Zeit weiterentwickelt, entwickelt sich auch der Podcast weiter. Nicht nur die Inhalte, sondern auch wir als Macherinnen, die hinter dem Podcast stecken. Und damit darf sich auch der Podcast ändern.
Unsere Top 5 Learnings:
- Authentizität schlägt Perfektion – Die Leute wollen echte Menschen hören, keine perfekten Roboter
- Konsistenz ist wichtig – Regelmäßige Episoden helfen beim Aufbau einer Community
- Spaß haben – Wenn wir keinen Spaß haben, merken das die Hörer und es wird eine sehr zähe Angelegenheit
- Feedback ernst nehmen – Aber nicht jeden Kommentar überbewerten, schon gar nicht von zum Beispiel TheTitan19387 auf Instagram
- Sich gegenseitig unterstützen – Als Team funktioniert vieles besser
Und jetzt?
Mittlerweile haben wir über ein Jahr gepodcastet, viele Nachrichten von unseren Hörer*innen bekommen und eine wunderbare Community aufgebaut. Wir haben unser erstes Interview geführt und gelernt wie man es nicht macht. Und wir haben weitere Interview geführt, in denen wir gelernt haben, wie das funktionieren könnte. Aber weißt du was? Wir fangen gerade erst an.
Es gibt noch so viele Themen, die wir besprechen wollen. So viele Geschichten, die erzählt werden müssen. So viele "Dein Ernst?!"-Momente, die auf uns warten.
Danke, dass du Teil dieser Reise bist. Wir freuen uns auf alles, was noch kommt!
🎧 Hör dir unsere neueste Episode an!
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