2025, ein echtes Scheißjahr?!
Wir sind wohl alle mit dem gleichen Gefühl aus 2025 rausgegangen. Ein richtiges Scheißjahr. Gefühlt nur düstere Schlagzeilen – Rechtsruck hier, Trump da, Konflikte weltweit – und trotzdem gab es auch ein paar richtig coole Siege für Frauen und FLINTA*-Personen.
Ja, vielleicht hat sich's scheiße angefühlt, aber wir dürfen auch kleine Fortschritte nicht außer acht lassen. Rom wurde schließlich auch nicht an einem Tag erbaut.
Persönliche Wins
Wir haben unser Herz priorisiert: Grenzen gesetzt, toxische Beziehungen gekickt und die Latte fürs Bare Minimum angehoben – wir sind jetzt nicht mehr nur auf der Suche nach Männern, die ihre Wäsche selber Waschen können, sondern auch nach denjenigen, die auch zu ihren eigenen Gefühlen stehen können. Wir haben Stand-up-Comedy-Bühnen erobert (auch wenn wir oft die Einzige waren), den Coworking mit stereotypen Männern zu Debatten-Clubs über Feminismus gemacht und jüngere Kolleginnen als Vorbilder inspiriert. Und dann haben wir zusätzlich noch erlebt, wie Frauen-Solidarität unsere Leben bereichert. Statt toxischen Beziehungen neue Frauenfreundschaften, die uns stärken.
Boost für die weibliche Wut
Langsam wird die weibliche Wut gesellschaftsfähig: Bücher wie "Nemesis Töchter" von Tara Luise Wittwer, Alben von Jenny Weave und "Bare Minimum" von Blond – Playlists für den 09.03. quasi, der Tag des globalen Frauenstreiks. Was wollen wir genau machen? Hat irgendwer Vorschläge? Social-Media-Trends wie "Mann oder Bär?" und sabbernde Hunde haben Handelsüblichen-Männern gezeigt: Instinkte sind keine Ausrede. Und Akte des Mikrofeminismus gingen viral – wir Frauen lassen uns aus dem Stadtbild nicht mehr verdrängen.
Feministische Fortschritte in Deutschland
2025 wurde das Gewalthilfegesetz verabschiedet (wirkt ab 2032, aber hey, besser spät als nie – endlich haben Frauen ein Anrecht auf Schutz und Beratung!). 21,8 Milliarden Euro für Frauenmedizin stehen jetzt im Haushalt der Bundesregierung. In Artikel 3 des Grundgesetzes soll die sexuelle Identität mit aufgenommen werden, dafür kann man langsam mal die Rasse streichen. Schließlich ist sich (zumindest) die Wissenschaft schon lange einig, dass es keine unterschiedlichen Menschenrassen gibt, also haben die auch nichts im Grundgesetz verloren.
Europa rockt
Das EU-Parlament stimmt für "My Voice My Choice": Ab sofort soll es einen europaweiten Finanzhilfefond geben, um allen Frauen in Europa Zugang zu sicheren Abtreibungen zu verschaffen. Das gilt auch für Frauen in Ländern mit sehr restriktiver Abtreibungspolitik wie Polen. Die Roadmap für Frauenrechte und LGBTQI+ wurde verlängert, um langfristig die Förderung der Geschlechtergleichstellung voranzutreiben. In Frankreich wurde beschlossen: Nur "Ja heißt Ja" – Das Schulterzucken der Frau reicht nicht mehr als Zustimmung für sexuelle Handlungen. Budapest feiert den CSD trotz eines Verbots von Victor Orban als Straßenfest: Das Verbot hat letztendlich nur erreicht, dass sich eine rekordverdächtige Menge Menschen den Feierlichkeiten angeschlossen haben. Und in Irland wurde eine Frau zu Präsidentin gewählt: Mit ihrem Anti-Establishment-Ansatz hat Catherine Connolly die irischen Wählerstimmen für sich gewonnen.
Global high-five
In Mexiko wurde die erste Präsidentin Claudia Sheinbaum zwar schon 2024 gewählt, aber 2025 lassen sich ihre ersten Erfolge bezeugen. Claudia Sheinbaum hebt mit ihrer Regierung den Mindestlohn um 13% und dämmt die Korruption ein. Sie schafft es, Steuern endlich konsequent umzusetzen, sodass für den Ausbau des Sozialstaats nichtmal die Steuern erhöht werden müssen. Im ersten Jahr ihrer Präsidentschaft gehen sogar die Mordraten um -30% zurück. Auch in Namibia und Surinam wurden mit Netumbo Nandi-Ndatwah und Jennifer Geerlings-Gomes erstmals Frauen and die Spitze des Staates gewählt. Und in den USA wurde endlich ein weiblicher Crash-Test-Dummy "Tor 05 F" entwickelt, der jetzt auch wirklich mal benutzt werden soll. Zudem erklärt 2025 Südafrika Femizide zur nationalen Katastrophe und Kirstie Coventry wird die erste Präsidenten des internationalen olympischen Komitees IOC. Zu guter Letzt findet eine Studie von McKinsey auch noch heraus, dass diverse Teams profitabler sind. Welche News! Wer hätte das gedacht?!
Prost auf mehr!
2025 war ehrlicherweise kein Zuckerschlecken, aber wir Frauen und FLINTA*-Personen haben uns nicht unterkriegen lassen – wir haben gekämpft, uns den Mund fusselig geredet und Gesetze geschrieben. Wir wollen auch 2026 nicht damit aufhören. Mit einem Augenzwinkern Richtung 2026: Lasst uns die Latte noch höher hängen, die Wut-Songs auf Anschlag drehen und die Solidarity-Clubs wachsen. Lasst uns Männer mit uns gemeinsam in den Krieg ziehen, dass 2026 und alle Jahre danach, Jahre werden, an die wir uns gern erinnern, weil diese Jahre die feministische Revolution eingeleitet haben. Wer macht mit? Schreibt uns eure persönlichen Wins in die Comments, teilt den Post und lasst uns das Patriarchat weiter zum Wackeln bringen – gemeinsam sind wir unschlagbar!
Danke, dass ihr Teil dieser Reise seid. Wir freuen uns auf alles, was noch kommt!
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